Hans-Böckler-Schule
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Sportprojekt "Gemeinsam ans Ziel"

Mit Kooperations- und Kommunikationsaufgaben die Zusammenarbeit fördern - Der    Sportunterricht als Möglichkeit zur Förderung sozialen Miteinanders und kooperativen Verhaltens.

Aufgrund der hohen kulturellen Diversität innerhalb der InteA Klassen, in Verbindung mit den geringen deutschen Sprachkenntnissen der Schüler/innen, besteht oftmals ein hohes Konfliktpotential innerhalb der Klassengefüge. So reifte der Entschluss, ein Sportprojekt durchzuführen, mit dem Ziel, durch Kooperations- und Kommunikationsaufgaben die Zusammenarbeit in den InteA Klassen zu fördern.

 

An einem sonnigen Tag im Juni 2018 war es dann soweit; im Rahmen des Sportprojektes „Gemeinsam ans Ziel“ fand ein Wettbewerb aus kooperativen Spielen im nahegelegenen Günthersburgpark statt. Alle drei Intensivklassen der HBS, InteA1, InteA2 und InteA3 mit insgesamt 55 Schüler/innen nahmen an dem Projekt teil.

 

Die Klassen durchliefen, jeweils begleitet durch eine Lehrkraft, sechs Stationen mit unterschiedlichen Kooperationsaufgaben. Die Aufgaben wurden so gestellt, dass sie nur gemeinsam als Gruppe gelöst werden konnten. So sollte zum Beispiel ein Balancestab gemeinsam zu Boden gesenkt werden, den zu jeder Zeit alle Klassenkameraden mit den Zeigefingern berühren mussten. An einer anderen Station mussten alle Schüler/innen durch ein „Spinnennetz“ aus Seilen auf die andere Seite kommen, ohne das Seil zu berühren. Die Löcher sind dabei auf die Teilnehmeranzahl abgezählt und jedes Loch darf nur einmal zur Überquerung benutzt werden.  Eine Strategie ist wichtig – wer passt durch welches Loch, wer kann anderen helfen, sie tragen, hochheben. Für das gemeinsame Lösen der Aufgabe innerhalb eines Zeitlimits, gab es Punkte. Für eine gute Kommunikation in den Gruppen gab es zusätzliche Punkte.

 

Insgesamt war die Stimmung sehr positiv, es wurde viel gelacht. Aber es kam auch zu Konflikten, bei denen geflucht und geschimpft wurde. Das Ziel war es jedoch, die Schüler/innen genau in solche Situationen zu bringen. Sie sollten an ihrer Frustrationstoleranz arbeiten, um die Kooperationsfähigkeit in der Klasse zu stärken. Das Scheitern oder der Abbruch an einer Station waren dabei einkalkuliert. Das Projekt sollte nicht mit dem Gelingen oder Nichtgelingen einer einzelnen Aufgabe zu bewerten sein, sondern vielmehr der Umgang und die gemeinsame Besprechung des Geschehenen. Wie habt ihr die Aufgabe gelöst? Wie lief die Entscheidungsfindung? Was war hilfreich für die Lösung des Problems? Dabei zeigten sich sowohl die Schüler/innen als auch die Lehrer/innen motiviert, sodass rege Diskussionen entstanden.

Nachdem alle drei Klassen die Stationen durchlaufen hatten, ging es zurück an die Schule. Es gab eine kleine Siegerehrung und ein gemeinsames Essen. Die Schüler/innen wurden angehalten, Essen aus ihren Heimatländern mitzubringen. Viele kamen diesem Vorschlag nach und so entstand ein leckeres Buffet mit Spezialitäten aus Syrien, Afghanistan, Bosnien und vielen anderen Ländern. Zum Schluss bekamen alle Schüler/innen die Möglichkeit über einen anonymen Evaluationsbogen ihr Feedback zu dem Projekt zu geben. Erfreulicherweise bewerteten 74% aller Teilnehmer/innen das Projekt mit „gut“ oder „sehr gut“ als gelungen! Dies wirft zwangsläufig die Frage auf - gibt es nächstes Jahr eine Neuauflage?

 

 

Von unserem Sportprojekt war auch in der Frankfurter Rundschau vom 19.06.2018 zu lesen:

http://www.fr.de/frankfurt/stadtteile/frankfurt-ost/nordend-spielerisch-das-scheitern-lernen-a-1527407

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